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	<title>Silber &#8211; Deutsche Sagen-Sammlung</title>
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	<description>Die Sagas und Epen aus den deutschen Ländern</description>
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		<title>Das quellende Silber bei Quedlinburg</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2021 16:21:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Februar des Jahrs 1605. unter dem Herzog Heinrich Julius von Braunschweig trug sich zu, daß eine Meile Wegs von Quedlinburg, zum Thal genannt, ein armer Bauer seine Tochter in den nächsten Busch schickte, Brenn-Holz aufzulesen. Das Mädchen nahm dazu einen Trag-Korb und einen Hand-Korb mit und als es beide angefüllt hatte und nach Haus gehen ... <p class="read-more-container"><a title="Das quellende Silber bei Quedlinburg" class="read-more button" href="https://www.deutschesagen.de/das-quellende-silber-bei-quedlinburg/#more-489" aria-label="Mehr Informationen über Das quellende Silber bei Quedlinburg">Continue</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Februar des Jahrs 1605. unter dem Herzog Heinrich Julius von Braunschweig trug sich zu, daß eine Meile Wegs von Quedlinburg, zum Thal genannt, ein armer Bauer seine Tochter in den nächsten Busch schickte, Brenn-Holz aufzulesen. Das Mädchen nahm dazu einen Trag-Korb und einen Hand-Korb mit und als es beide angefüllt hatte und nach Haus gehen wollte, trat ein weißgekleidetes Männlein zu ihm hin und fragte: „was trägst du da?“ „Aufgelesenes Holz, antwortete das Mädchen, zum Heizen und Kochen.“ „Schütte das Holz aus, sprach weiter das Männlein, nimm deine Körbe und folge mir; ich will dir etwas zeigen, das besser und nützlicher ist, als das Holz.“ Nahm es dabei an der Hand, führte es zurück an einen Hügel und zeigte ihm einen Platz, etwa zweier gewöhnlichen Tische breit, ein schön lauter Silber von kleiner und großer Münze von mäßiger Dicke, darauf ein Bild, wie eine Maria gestaltet und rings herum ein Gepräge von uralter Schrift. Als dieses Silber in großer Menge gleichsam aus der Erde hervorquoll, entsetzte sich das Mägdlein davor und wich zurück; wollte auch nicht seinen Hand-Korb von Holz ausschütten. Hierauf thats das weiße Männlein selbst, füllte ihn mit dem Geld und gab ihn dem Mägdlein und sprach: „das wird dir besser sein, als Holz.“ Es nahm ihn voll Bestürzung und als das Männlein begehrte, es sollte auch seinen Trag-Korb ausschütten und Silber hinein fassen, wehrte es ab und sprach: „es müsse auch Holz mit heim bringen, denn es wären kleine Kinder daheim, die müßten eine warme Stube haben und dann müßte auch Holz zum Kochen da sein.“ Damit war das Männlein zufrieden und sprach: „nun so ziehe damit hin“ und verschwand darauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mädchen brachte den Korb voll Silber nach Haus und erzählte, was ihm begegnet war. Nun liefen die Bauern haufenweis mit Hacken und anderm Geräth in das Wäldchen und wollten sich ihren Theil vom Schatz auch holen, aber niemand konnte den Ort finden, wo das Silber hervorgequollen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fürst von Braunschweig hat sich von dem geprägten Silber ein Pfund holen lassen, so wie sich auch ein Bürger aus Halberstadt, N. Everkan, eins gelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Original: <strong>Deutsche Sagen</strong> der Brüder Grimm von 1816</p>
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		<title>Die verschütteten Silber-Gruben</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2021 12:40:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die reichsten Silberbergwerke am Harz waren die schon seit langen Jahren eingegangenen beiden Gruben: der große Johann und der goldene Altar (eventuell bei Andreasberg?). Davon geht folgende Sage. Vorzeiten, als die Gruben noch bebaut wurden, war ein Steiger darüber gesetzt, der hatte einmal, als der Gewinn groß war, ein paar reiche Stufen bei Seite gelegt, ... <p class="read-more-container"><a title="Die verschütteten Silber-Gruben" class="read-more button" href="https://www.deutschesagen.de/die-verschuetteten-silber-gruben/#more-446" aria-label="Mehr Informationen über Die verschütteten Silber-Gruben">Continue</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die reichsten Silberbergwerke am Harz waren die schon seit langen Jahren eingegangenen beiden Gruben: der große Johann und der goldene Altar (eventuell bei Andreasberg?). Davon geht folgende Sage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorzeiten, als die Gruben noch bebaut wurden, war ein Steiger darüber gesetzt, der hatte einmal, als der Gewinn groß war, ein paar reiche Stufen bei Seite gelegt, um, wenn der Bau schlechter und ärmer sein würde, damit das fehlende zu ersetzen und immer gleichen Gewinn hervorzubringen. Was er also in guter Absicht getan, das wurde von andern, die es bemerkt hatten, als ein Verbrechen angeklagt, und er zum Tode verurteilt. Als er nun niederkniete und ihm das Haupt sollte abgeschlagen werden, da beteuerte und beschwur er nochmals seine Unschuld und sprach: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„so gewiß bin ich unschuldig, als mein Blut sich in Milch verwandeln und der Bau der Grube aufhören wird; wann in dem gräflichen Haus, dem diese beiden Bergwerke zugehören, ein Sohn geboren wird mit Glas-Augen und mit Reh-Füßen, und er bleibt am Leben, so wird der Bau wieder beginnen, stirbt er aber nach seiner Geburt, so bleiben sie auf ewig verschüttet.“ </p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Scharfrichter den Hieb getan und das Haupt herabfiel, da sprangen zwei Milchströme statt des Bluts schneeweiß aus dem Rumpf in die Höhe und bezeugten seine Unschuld. Auch die beiden Gruben gingen alsbald ein. Nicht lange nachher wurde ein junger Graf mit Glas-Augen und Reh-Füßen geboren, aber er starb gleich nach der Geburt und die Silberbergwerke sind nicht wieder aufgemacht worden, sondern bis auf diesen Tag verschüttet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Original: <strong>Deutsche Sagen</strong> der Brüder Grimm von 1816</p>
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