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	<title>Brandenburg &#8211; Deutsche Sagen-Sammlung</title>
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	<description>Die Sagas und Epen aus den deutschen Ländern</description>
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		<title>Der Erdfall von Hochstädt</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2021 16:03:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im brandenburgischen Amt Klettenberg gegen den Unterharz, unfern des Dorfs Hochstädt, sieht man einen See und einen Erdfall, von dem die Einwohner folgende Sage haben: in vorigen Zeiten sey an der Stelle des Sees eine Grasweide gewesen. Da hüteten etliche Pferdejungen ihr Vieh, und als die andern sahen, daß einer unter ihnen weiß Brot aß, ... <p class="read-more-container"><a title="Der Erdfall von Hochstädt" class="read-more button" href="https://www.deutschesagen.de/der-erdfall-von-hochstaedt/#more-547" aria-label="Mehr Informationen über Der Erdfall von Hochstädt">Continue</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Im brandenburgischen Amt Klettenberg gegen den Unterharz, unfern des Dorfs Hochstädt, sieht man einen See und einen Erdfall, von dem die Einwohner folgende Sage haben: in vorigen Zeiten sey an der Stelle des Sees eine Grasweide gewesen. Da hüteten etliche Pferdejungen ihr Vieh, und als die andern sahen, daß einer unter ihnen weiß Brot aß, bekamen sie auch Lust, davon zu genießen und forderten es dem Jungen ab. Dieser wollte ihnen über nichts mittheilen, denn er bedürfe es zur Stillung seines eigenen Hungers. Darüber erzürnten sie, fluchten ihren Herrn, daß sie ihnen blos gemeines schwarz-Hausbacken-Brot gäben, warfen ihr Brot frevelhaft zur Erde, tratens mit Füßen und geisseltens mit ihren Peitschen. Alsbald kam Blut aus dem Brot geflossen, da erschracken die Knechte, wußten nicht wohin sich wenden; der unschuldige aber (den, wie einige hinzufügen, ein alter unbekannter, dazu kommender Mann gewarnt haben soll) schwang sich zu Pferd und entfloh dem Verderben. Zu spät wollten die andern nachfolgen, sie konnten nicht mehr von der Stelle und plötzlich ging der ganze Platz unter. Die bösen Buben sammt ihren Pferden wurden tief in die Erde verschlungen und nichts von ihnen kam je wieder ans Tageslicht. Andere erzählen anders. Auch sollen aus dem See Pflanzen mit Blättern, wie Hufeisen, wachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Original: <strong>Deutsche Sagen</strong> der Brüder Grimm von 1816</p>
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		<title>Die Roggenmume</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2021 12:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Mark Brandenburg geht unter den Landleuten eine Sage von der Roggen-Muhme, die im Kornfeld stecke, weshalb die Kinder sich hineinzugehen fürchten. Im Jahr 1662 erzählte auch die Saalfelder Frau dem Prätorius: ein dortiger Edelmann habe eine Sechswöchnerin von seinen Unterthanen gezwungen, zur Erntezeit Garben zu binden. Die Frau nahm ihr junges, säugendes Kindlein ... <p class="read-more-container"><a title="Die Roggenmume" class="read-more button" href="https://www.deutschesagen.de/die-roggenmume/#more-431" aria-label="Mehr Informationen über Die Roggenmume">Continue</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In der Mark Brandenburg geht unter den Landleuten eine Sage von der Roggen-Muhme, die im Kornfeld stecke, weshalb die Kinder sich hineinzugehen fürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1662 erzählte auch die Saalfelder Frau dem Prätorius: ein dortiger Edelmann habe eine Sechswöchnerin von seinen Unterthanen gezwungen, zur Erntezeit Garben zu binden. Die Frau nahm ihr junges, säugendes Kindlein mit auf den Acker und legte es, um die Arbeit zu fördern, zu Boden. Nachr eine Weile sah der Edelmann, welcher zugegen war, ein Erdweib mit einem Kinde kommen und es um das der Bäuerin tauschen. Dieses falsche Kind hob an zu schreien, die Bäuerin eilte herzu, es zu stillen, aber der Edelmann wehrte ihr und hieß sie zurückbleiben, er wolle ihr schon sagen, wanns Zeit wäre. Die Frau meinte, er täte es der fleißigeren Arbeit wegen und fügte sich mit großem Kummer. Das Kind schrie unterdessen unaufhörlich fort, da kam die&nbsp;<em>Roggen-Mutter</em>&nbsp;von neuem, nahm das weinende Kind zu sich und legte das gestohlene wieder hin. Nachdem alles das der Edelmann mit angesehen, rief er der Bäuerin und hieß sie nach Hause gehen. Seit der Zeit nahm er sich vor, nun und nimmermehr eine Kindbetterin zu Diensten zu zwingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Original: <strong>Deutsche Sagen</strong> der Brüder Grimm von 1816</p>
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